Kümbdchen
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Geschichte

Die Geschichte des Dorfes Kümbdchen und seine Selbstständigkeit   (Kurzfassung)

 

Das Dorf Kümbdchen gehört zu den ältesten Orten des Hunsrücks, schon aus der Römerzeit wurden zwei Landsiedlungen nachgewiesen. Seit über 1000 Jahren ist seine Geschichte aufs engste mit der Stadt Simmern verbunden. Es gehörte zu der alten Mutterkirche in Simmern und kam später mit Simmern in den Besitz der Raugrafen auf der Altenbaumburg in der Nähe Bad Kreuznachs, bis diese im Jahre 1359 die Stadt Simmern an den Pfalzgrafen verkauften.
In der Zeit der Raugrafen wurde der Ort Kümbdchen “Endilskomede” (römisch Zeit) genannt und mehrfach erwähnt. Die Bewohner von Kümbdchen waren Außenbürger (Vorstädter) von Simmern, sie unterstanden der Stadtverwaltung und dem Gericht.
Die Schreibweise von Kümbdchen ist sehr unterschiedlich. Aus “Endilskomede” wurde “Chumbd über dem Berge”, noch im 18. Jahundert “Cümbgen über Berg”, dann “Chümbdchen” und erst ab1920 “Kümbdchen”.  Im Jahre 1368 gab es Streitigkeiten wegen den Besitzverhältnissen von Kümbdchen zwischen den beteiligten Gebietsherren. Es fand in Simmern ein eidliches Verhör statt, an dem unter anderem Schultheiß, Schöffen und die Gemeinde Simmern teilnahmen. Hier wurde unter Eid geschworen, dass “Endilskomede” seit langer Zeit raugräflicher Besitz gewesen sei und dass alle Einwohner von Endilskomede nach Simmern zum Gericht gehen müssen.Im Jahre 1555 wurde in Kümbdchen sowie in Simmern die Leibeigenschaft aufgehoben.1557 wurde die Reformation eingeführt. Die weltliche Herrschaft war dieselbe. Von 1359 bis 1793 unter pfälzischer Herrschaft, von 1793 bis 1814 unter französischer Fremdherrschaft und später unter preußischer Regierung. Als Stadtteil von Simmern hatte Kümbdchen seine gewählten Vertreter im Stadtvorstand. Es ist deutlich die Dauerhaftigkeit der alten Hunsrücker Bauerngeschlechter zu erkennen. Namen die vor hundert und mehr Jahren vor kamen, sind auch heute noch zu finden: z..B. Frank, Konrad, Jungherz, Berg, Schmitt und Schüler. Im Jahre 1823 reichten die Schöffen Jungherz und Peter Weyrich aus Kümbdchen eine entsprechende Bittschrift an den Stadtrat von Simmern ein, wonach sie eine eigene Gemeinde sein wollten. Dieses Gesuch wurde von der Stadt und von der Regierung in Koblenz mehrfach abgelehnt. Am 14. April 1862 kam ein Auseinandersetzungsvertrag zustande, der die Vermögensverhältnisse der Stadt Simmern und Kümbdchen neu regelte. Kümbdchen erhielt das Schulhaus, ein Hirtenhaus, eine Feuerspritze mit 200 Löscheimer sowie alle Ländereien, die in einer Karte festgelegt wurden. Am 1. Oktober 1862 wurde der erste eigene Gemeinderat in Kümbdchen gewählt und am 1. Januar 1863 wurde Kümbdchen endlich selbstständig. Über 140 Jahre hat Kümbdchen nunmehr eigene Gemeinderechte. Kirchlich blieb Kümbdchen bis heute mit Simmern verbunden. Die ganze Geschichte von Kümbdchen können sie in der Dorfchronik, die 1999 von der Ortsgemeinde heraus gegeben wurde, nachlesen.

Unter der Telefon Nr. 06761/14913 können Sie ein Exemplar der Dorfchronik für 25,-€ erwerben.                                                                           

Das Gemeindewappen der Ortsgemeinde Kümbdchen zeigt im oberen Teil den pfälzischen Löwen, der auf die ehemalige Zugehörigkeit von Kümbdchen zur Stadt Simmern hinweist. Ein gold - blaues Schach auf der linken Hälfte deutet auf die vordere Grafschaft Sponheim hin, zu deren Landesherrschaft Kümbdchen einst gehörte. Die überwiegend Landwirtschaftliche Struktur der Gemeinde findet ihren Ausdruck in dem grün der rechten Wappenhälfte.
Der durchgehende Wellenbalken symbolisiert einen Bach und deutet auf den Ursprung des Ortes Kümbdchen hin. Der Bach Kond entsteht bei dem Kloster Kumbd und fließt durch die Orte Kumbd und Niederkumbd, er mündet in Kümbdchen in den Külzbach.

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